Pathosophia - Raum für Heilkunde
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Ausbildung zum Heilpraktiker gemäß der Überprüfung durch den Amtsarzt

In diesem Jahreskurs wird das medizinische Grundwissen vermittelt, das zur erfolgreichen Teilnahme an der Heilpraktikerüberprüfung der Gesundheitsämter befähigt. Gemäß der Prüfungsbedingungen des Heilpraktikergesetzes und der über Jahre gesammelten Erfahrungen werden im Unterricht folgende medizinische Themengebiete ausführlich behandelt:

  1. Allgemeine Anatomie
  2. Physiologie und Pathophysiologie
  3. Herz- und Kreislaufsystem
  4. Hämatologie: Blut und Abwehrsystem
  5. Atmungssystem
  6. Verdauungssystem
  7. Uro- Genitalsystem
  8. Hormonsystem
  9. Bewegungsorganismus
  10. Nervensystem und Sinnesorgane
  11. Psychiatrie
  12. Infektionskrankheiten und Gesetzeskunde
  13. Umfassendes Repetitorium

Die Themengebiete III. - XII. werden jeweils unter den Gesichtspunkten der Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie, Pathologie, Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Therapie unterrichtet.
Es wird angestrebt, die Fülle des Stoffes nicht nur über das Lernen der medizinischen Fakten (was bei dem von Jahr zu Jahr zunehmenden Stoffumfang ohnehin kaum noch möglich ist), sondern vor allem über ein verstehendes Nachvollziehen der physiologischen und pathophysiologischen Zusammenhänge des Organismus zu bewältigen. Großer Wert wird der Pathophysiologie beigemessen: dem Prozess, der von den primären Hintergründen und Ursachen einer Erkrankung zu den Symptomen des Krankheitsbildes und seinen Komplikationen führt.
Die KursteilnehmerInnen erwerben die Fähigkeit, sich die Symptomatik aus der Logik des erkrankten Organismus herzuleiten. Auf diese Weise wird über die Prüfung hinaus ein verstehendes Wissen als Grundlage späterer Praxistätigkeit verankert.
Grundsätzlich will der Kurs die naturwissenschaftlichen Bewusstseinsgrundlagen des medizinischen Prüfungsstoffes kritisch überdenken. Es soll der Gefahr vorgebeugt werden, das naturwissenschaftliche Weltbild der Schulmedizin, dessen Einfluss auf den Heilpraktiker nicht zu unterschätzen ist, unhinterfragt aufzunehmen.
So wird der Versuch unternommen, medizinische Zusammenhänge immer wieder auch vor einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund zu stellen. Den Heilpraktiker- AnwärterInnen soll über Anregungen vor allem aus der Anthroposophie, der Morphologie Goethes, der Humoralpathologie und der homöopathischen Miasmenlehre die Möglichkeit gegeben werden, sich für einen geistigen Zugang zum Organischen des Menschen zu sensibilisieren.
Durch solcherart Impulse kann der umfangreiche Prüfungsstoff in einem neuen Licht erscheinen: Der angehende Heilpraktiker wird nicht nur immer wieder zur Auseinandersetzung mit dem medizinischen Grundwissen motiviert und befähigt, sondern ihm eröffnen sich zugleich auch Wege zu einem ganzheitlichen Leid- und Therapiebewußtsein.
In den Unterricht sind weitere Themenfelder integriert:


Unterrichtsdauer:
1 - jähriger Tageskurs: 2 mal 3 Stunden pro Woche
18 - monatiger Abendkurs: 1 mal 4 Stunden pro Woche
Unterrichtsfreie Zeit: gemäß der Berliner Schulferien
Mindestkursgröße: 7 TeilnehmerInnen
Maximale Kursgröße: 12 TeilnehmerInnen

Auf Wunsch können alle Kurse um jeweil ein halbes Jahr zu Vertiefung der Inhalte verlängert werden.